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Dennis YenmezFuchsteufelswild
HARTMANNMUELLER
Wut als individuelle und kollektive Energie
FUCHSTEUFELSWILD ist ein musikalisch-performatives Singspiel, das Wut als emotionale, soziale und künstlerische Energiequelle erfahrbar macht. Biografische Fragmente treffen auf chorische Passagen, Sprechgesang und kompositorische Setzungen. Präzise Körperarbeit, direkte Performance und ein experimentelles Klangkonzept verschränken sich zu einem Abend, der die Intensität von Wut körperlich wahrnehmbar werden lässt.
Im Zentrum steht die Frage, wie Wut entsteht, wohin sie führt und welche Kräfte sich aus ihr freisetzen lassen – destruktiv wie konstruktiv. Wut erscheint hier als Reaktion auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität: prekäre Lebensbedingungen, ständiger Leistungsdruck, gesellschaftliche Abwertung und die wachsende Kluft zwischen innerer Erfahrung und öffentlicher Repräsentation.
Die Komposition von Fabian Schulz pendelt zwischen Pop, Chanson und experimenteller Klangkunst und übersetzt unterschiedliche Qualitäten der Wut in körpernahe, pulsierende Klangarchitekturen. Der Bühnenraum fungiert dabei als „emotionales Labor“, ein wandelbares Gefüge aus Licht, Klang und Bewegung, das intime Momente ebenso zulässt wie überhöhte, fast opernhafte Zuspitzungen.
Das Bühnengeschehen changiert stets zwischen ernsthafter Ironie und ironischer Ernsthaftigkeit und nimmt damit unweigerlich die charakteristische Haltung von HARTMANNMUELLER ein. Die Produktion eröffnet damit einen performativen Erfahrungsraum, in dem die gesellschaftliche Dimension von Wut nicht nur thematisiert, sondern transponiert und körperlich verhandelbar wird.
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- Tanz
- Performance
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