Stephanie Thiersch
Die deutsche Regisseurin und Choreografin Stephanie Thiersch entwickelt mit ihrer Kompanie MOUVOIR Bühnenstücke, Filme und Installationen im internationalen Kontext. Ihre genreübergreifenden, transkulturellen Arbeiten erforschen Formen der Vergemeinschaftung zwischen unterschiedlichen Körpern, kulturellen Erfahrungen, künstlerischen Praktiken und Wissensformen. In Kollaboration mit anderen Künstler:innen entstanden Bilderschlachten (zuletzt auf dem Holland Festival), Archipel (Theater der Welt/Ruhrtriennale) und Hello to Emptiness (National Opera Athen, SIDance Korea, Goethe-Institut Indien) sowie Until the Beginnings (Tanzplattform 2026) mit der École des Sables (Senegal) sowie Sunville an der Deutschen Oper Berlin (2026). Sie erhielt u. a. den deutschen Tanzfilmpreis und war nominiert für den Tabori- und FAUST-Preis. Thiersch versteht Kollaboration als Austausch, Reibung und gegenseitige Veränderung. Sie interessiert sich für Übergänge und Überlagerungen unterschiedlicher Perspektiven, ohne diese zu einer Einheit aufzulösen. Im Zentrum stehen Fragen von Zugehörigkeit und Erinnerung sowie die Möglichkeit, durch körperliche Praxis neue Formen des Miteinanders zu erproben.